
Gabrielle Chardigny: „Diesel Runaway“
Die französische Künstlerin und Bildhauerin Gabrielle Chardigny zählt zu den prägnantesten Stimmen einer jungen Generation von Künstlerinnen, die sich mit den Widersprüchen zwischen Mensch, Industrie und Natur auseinandersetzen.
Ihr Werk ist geprägt von der Gegenüberstellung industrialisierter und organischer Materialien. In ihren Rauminstallationen und Skulpturen verbindet sie etwa Metall, Beton oder synthetische Stoffe mit Pflanzen, Erde oder anderen natürlichen Elementen – und offenbart so die Absurdität menschlicher Eingriffe in ökologische Systeme. Ihre Kunst zeigt keine harmonischen Lösungen, sondern konfrontiert die Betrachter mit den Folgen eines von Ausbeutung geprägten Systems.
Ein zentrales Beispiel war ihre preisgekrönte Installation auf der „Ortung 14“ in der Städtischen Galerie Schwabach 2025. Die Arbeit thematisierte die zerstörerischen Bedingungen der globalen Goldgewinnung und entfaltete eine dystopische, emotional aufgeladene Raumerfahrung, die die Jury überzeugte. Mit ihrer eindringlichen Installation gelang es Chardigny, die brutale Realität hinter scheinbar wertvollen Ressourcen schonungslos offen zu legen.
Für diese Arbeit erhielt Chardigny den Kunstpreis der Stadt Schwabach 2025.
Seit 2006 bekommt der Preisträger des Kunstfestivals „Ortung“,das die Stadt Schwabach im zweijährigen Turnus ausrichtet, im darauffolgenden Jahr eine Einzelausstellung in der Städtischen Galerie Schwabach.
Ausstellung von 4.7. bis 9.8.2026
Geöffnet Do-Fr 11-18, Sa 10-13, So 13-16 Uhr
Eintritt frei. Barrierefrei.