
Walli Popp und Sabine Burkhardt ermöglichten uns einen faszinierenden Einblick in eine höchst künstlerische Symbiose von Malerei und Dichtkunst – entstanden aus einem intensiven, lebendigen Dialog, der sich während der Corona-Pandemie über das Internet entwickelte.

Die Schriftstellerin Sabine Burkhardt ließ sich von den Collagen und Objektarbeiten der bildenden Künstlerin Walli Popp zu poetischen Texten anregen, die sie in Worte übersetzte. Im Gegenzug reagierte Popp auf Burkhardts Gedichte, indem sie deren emotionale Tiefe in Farben, Formen und neue bildnerische Kompositionen überführte. So entstand ein dynamisches Wechselspiel zwischen Bild und Sprache – ein Dialog der Künste, der sich gegenseitig befruchtete.
Die Vorstellung des Gedichtbandes sowie die begleitende Pop-up-Ausstellung der Collagen überzeugten durch ihr hohes künstlerisches Niveau und ihre stimmige Präsentation. Walli Popp erläuterte dem Publikum anschaulich die Entstehung des Gesamtwerks, während Sabine Burkhardt die daraus hervorgegangene Lyrik eindrucksvoll vortrug. Die direkte Verbindung beider Kunstformen verlieh der Darbietung eine besondere Intensität: Zu jedem Gedicht wurde das korrespondierende Bild im Original gezeigt, sodass Wort und Bild in unmittelbaren Dialog traten.
Die lyrischen Beiträge waren ausdrucksstark und poesievoll. Sabine Burkhardts Rezitationen verliehen den Gedichten nicht nur Lebendigkeit, sondern vermittelten auch die tiefen Emotionen und die Gedanken, die ihnen zugrunde lagen.
Besonders spannend: Achim Weinberg, Autor des Vorworts und Gestalter des Buches, las spontan beides – sein Vorwort und seine Einführung.
Obwohl Walli Popp und Sabine Burkhardt bereits mehrfach in Schwabach gelesen hatten, erfreute sich dieser Abend großer Resonanz und war hervorragend besucht. Die Atmosphäre unter den Gästen war herzlich und ungezwungen – ein literarischer Treffpunkt, der durch seine hohe Qualität und die harmonische Stimmung nachhaltig beeindruckte.