Bernd Zachow
Eigenständigkeit als Haltung. Uwe Schein beschreibt seine Rolle innerhalb vom Künstlerbund Schwabach als – gerne Mitglied, aber Außenseiter.
Diese Formulierung verdeutlicht seine Haltung. Er sucht die Gemeinschaft, ohne sich jedoch einer bestimmten Schule oder Richtung anzuschließen. Seine Kunst ist geprägt von einer konsequenten Eigenständigkeit, die ihn von programmatischen Bewegungen unterscheidet.
Seine Werke bewegen sich im Spannungsfeld von Abstraktion und Experiment, von Leben und Tod und zeigen eine poetische, oft traumartige Bildsprache.
Kunst ist für ihn immer auch die grafische Auseinandersetzung mit dem Sinn des Lebens und der Rätselhaftigkeit des Todes. Seitdem er als junger Mann bei einem schweren Autounfall ein Zeitlupe-Erlebnis hatte, setzt er sich zeichnerisch mit den Phänomenen Zeit und Chaos auseinander.
Dabei entstehen Bildwelten, die zwischen Realität und Imagination oszillieren.
Ihm ist bewusst, dass er künstlerisch mit den Mitteln der Zeichnung an dem Sichtbarwerden des Nichtdarstellbaren arbeitet. Doch für ihn ist die Zeichnung der Schlüssel in einen anderen Kosmos. In seinen eigenen Kosmos.
Uwe Schein ist bekannt für die Perfektion seiner detaillierten Zeichnungen. Er strebt nach der Entstehung von Bildwerken, die nicht lediglich etablierte Sehgewohnheiten bestätigen, sondern originäre Seherlebnisse eröffnen.
Seine Zeichnungen wollen dem Blick des Betrachters neue visuelle Freiräume erschließen und dessen Phantasie stimulieren.
Das Zeichnen wird für ihn zu einem Prozess, verborgene Dimensionen des Wahrnehmens und Denkens sichtbar zu machen.
Jede Linie ist dabei nicht nur die Spur einer Bewegung, sondern auch ein Impuls, der den Betrachter einlädt, eigene innere Bilder zu entfalten und die Grenzen des Gewohnten zu überschreiten.
Hans Friedrich Uwe Schein
Geboren 1950 in Heidenheim/ Mfr.
1971 Studium „Freie Kunst“ Universität der Künste, Berlin (ehemalige Hochschule der Künste). Malerei bei Prof. Peter Janssen und Prof. Klaus Fußmann. Meisterschüler bei Prof. Raimund Girke.
2024 Reitstadel NM Gruppe Plus KVE 2023+2015+2009 Galerie Röver Nürnberg 2021 Stadtmuseum Schwabach 2016 Maximilianeum München 2015 Galeria Kameralna, Slupsk, Polen 2015 1. Große Erlanger Kunstausstellung 2015 Kunstmuseum Erlangen „Glanzlichter der Sammlung“ 2014 „Pulverfässer 1914/2014, KVE 2014 „Reiz-Klima“ (Gruppe+) Erlangen 2014 Galerie Art, City-Center Fürth 2013 Heimatmuseum Wladimir, Russland 2013 „Wasserwerke“ (Gruppe+) Erlangen 2012 Baltic Gallery, Slupsk, Polen 2012 „JENA- CHV-ERLANGEN “ 2012 Johannistor, Jena 2011 „Verstrahlt“ (Gruppe+) Erlangen 2011 Palais Stutterheim, Erlangen 2010 Villa Dessauer, BBK Bamberg 2009+1999 Kunsthaus Nürnberg 2007 Kunstsalon Freyer, Bocholt 2005 Ortung IV, Schwabach 2005 Stadtmuseum Gunzenhausen 2004 Klosterforum Heidenheim 2000+1998 Germanisches Nationalmuseum 1999 Zeidlermuseum Feucht
Ausstellungen
Jahresprogramm 2025
3D-Rundgang der Mitgliederausstellung 2022
Video zur Mitgliederausstellung 2025 (YouTube)
Stadtkirche Schwabach
Öffnungszeiten
täglich von 9 - 18 Uhr
Stadtmuseum Schwabach
Öffnungszeiten
Mittwoch bis Sonntag 10 - 18 Uhr